Zu dieser Zeit wirkt der Herr, Bitterkeit in deinem Herzen zu entblößen und davon zu vernichten. Der Grund dafür ist teilsweise, daß die Zeit für ihn gekommen ist, dich in Feuer zu taufen und dem Reich im Königreich Gottes, das durch das Allerheiligste im Zelt Moses, im Tempel Solomos, und in dem Tempel der Vision des Hesekiel symbolisiert ist, vorzustellen. Obwohl wir freien Zugang in dieses Reich durch das Blut Jesu haben und es zum Teil in einigen Bewegungen seines Geistes erleben, bleiben wir nach Erfahrung meistens im äußeren Vorhof oder im inneren Vorhof wegen der toten Werke, die in unseren Bewußtsein bleiben. Natürlich, wie du weißt, ist das Blut Christi beabsichtigt, unsere Bewußtsein von toten Werken zu reinigen, um dem lebenden Gott zu dienen. Aber die fleischliche Gesinnung ist vollständig unwillig, diesem untertan zu werden. Trotzdem hat Jesus uns großartig gesegnet, einen neuen menschlichen Geist in uns in seinem Bild erzeugend und seinen Geist in und auf uns gebend. Und die Barmherzigkeit Gottes offenbart sich stark in diesen Dingen. Du arbeitetest viel, um solide Kenntnisse Gottes zu gewinnen, aber jetzt ist es Zeit, noch mehr von dem Geist als vorher geführt zu werden, um sie zu bekommen. Sei nicht entmütigt! Die gleiche Weise, worauf du am Anfang gerettet warst, ist die gleiche Weise, worauf du jetzt gerettet wirst - aus Gnade durch den Glauben, und das nicht aus dir, denn es ist Gottes Gabe. Erinnere dich an das Wort Jesu: »Der Mensch lebt nicht durch Brot allein, sondern durch jedes Wort, das aus dem Mund Gottes kommt«. Merke, daß er nicht »kam« sagte, noch »durch die Schriften«. Es ist jenes Wort, das der Geist Gottes zu deinem Geist jetzt spricht, durch welches du Leben und es in größeren Fülle haben wirst. Der »Buchstab« der neutestamentlichen Schriften werden dich genauso wie der »Buchstab« des Gestzes Moses töten. Dies ist die Versagung moderner fundamentalistischer und pfingstlicher Lehre und Tun. Während, an der eine Seite, es gut ist, daß sie die Autorität der Schriften anerkennen, ignorieren sie doch die Autorität des Geistes Christi über die Schriften. Wir wissen, daß der Geist nicht lügt, und, daß er Dinge, die den Schriften (zumindest im Prinzip) spricht, und auch, daß er durch die Schriften spricht. Jesus erklärte, daß er nichts getan habe, ohne daß er sah, daß der Vater das gleiche tue. Durch diesen Ausspruch offenbarte er, daß er auch nicht durch das geschriebene und niedergeschriebene Wort, daß Jahwe in der Vergangenheit sprach, lebte, sonder durch das Wort, das der Heilige Geist im Augenblick sprach, von Augenblick zu Augenblick. Die Aussage Jesu betreffs seinem Zweck, die in den Psalmen geschrieben und im Hebräerbrief zitiert ist, war »Siehe! Ich komme, deinen Willen zu tun, o Gott!« Er verschwendete gar keine Zeit an irgendeinen selbstgewollten Versuch, nach jedem Satz, der je in den Schriften geschrieben war, zu leben, noch alle zu erfüllen. Sein einziges Funktionsprinzip bestand aus dem Wollen, in den Wegen, die der Vater für ihn vorbereitet hatte, zu wandeln. Wie die Galater dachten, daß sie mit dem Herrn durch strenges Bleiben an das Gesetz Moses nach Empfang des Geistes durch Glauben weitergehen würden, so hat auch die Kirchenwelt gemacht, die neutestamentlichen Schriften nach der gleiche Wiese der Galater betreffs des Gesetzes in Bezug auf die Beschneidung behandelnd. Die wesentliche Ähnlichkeit ist, daß sie darin selbstgewollt anstatt Gott-gewollt waren. Anstatt des Hörens von Gott für sich vertrauten sie anscheinend guten Schriftenlehrern. Aber die Schrift sagt noch, daß die Salbung, die wir empfangen haben, uns alles lehre, und, daß der Geist der Wahrheit uns in alle Wahrheit führen werde. Jeder Ersatz für das Wirken des Geistes ist deshalb am Ende nichts als betrügende Eitelkeit, auch wenn jener Ersatz die Schriften sei. Als der Johannes schrieb »höre, was der Geist den Gemeinden sagt!«, meinte er die Schriften nicht, (obwohl die Offenbarung ist für uns Schrift geworden,) sondern das prophetische Wort, das der Geist ihm damals für die Gemeinden, an welche er zu der Ziet schrieb, eingab. Gegen die Lehre von manchen repräsentieren jene Gemeinden keine Zeitalter noch Epoche in der kirchlichen Geschichte, sondern waren sie Empfänger von sieben unterschiedlichen Worte Gottes, ein Wort für jede Gemeinde, welche sieben gleichzeitig waren und nicht aufeinanderfolgend. Wie die gleichzeitige Wirkung der Sieben Geister Gottes in Jesaja 11 waren die Anwendung und Wirkung jener sieben Weissagungen zur gleichen Zeit wirksam. Und so ist es auch heute. Jede Gruppe von Gläubigen, die zusammen im Geist wandeln, hat ein anderes Wort Gottes, das sie, aber nicht andere, betrifft (obwohl andere von ihren Erlebnissen etwas lernen können). So auch mit uns als einzelne Menschen in Christus. Der wirksame Wille Gottes für dich ist anders als der für mich ist anders von dem für einen anderen und so weiter. Jedoch dienen wir alle dem gleichen Herrn und wandeln mit dem gleichen Heilgen Geist und lernen von den gleichen Schriften. Verstehe deshalb, daß alles, was der Geist von dir will, ist, daß du auf ihn wartest, bis er spricht, und dann dem Wort, das er spricht, glaubst, bis er es erfüllt. Deine Frust damit stammt von zuviel Mühe von dir. Ich verstehe, daß der Geist, wegen seiner Berufung und der von ihm gegebenen Autorität, jene Berufung zu erfüllen, enthüllt etwas seines Willens für andere um dich. Aber nichts, das du tun oder sagen können, wird es geschehen lassen. Das alles, was du tun kannst, ist, Gott für die Offenbarung zu danken, nach seiner Führung zu beten, und ihm zu vertrauen, sie zu erfüllen. Der Herr vergißt deine Liebesmühen nicht, noch zürnt er gegen dich. Er hat deine Großgebigkeit an sein Volk nicht übersehen. Er weiß, daß du ihn von ganzem Herzen liebst und er ist dankbar für den Gehorsam, den du ihm gegeben hast. Aber er ist fest entschlossen, seinen Willen in dir für dich vollkommener durchzusetzen und dir dabei zu helfen, seine Stimme klärer zu hören. Du bist mit ihm verborgen im Himmel und deine Wahrnehmung und Verständnis müssen erhöht werden, um der Wahrheit, seiner Wahrheit zu entsprechen. Suche die Schriften durch! Das Königreich Gottes ist in dir und ist definiert als »Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist«. Wie du das Bild des Irdischen getragen hast, wirst du auch das Bild des Himmlischen tragen. Du bist schon gestorben und weggegangen, um mit ihm zu sein. Du bist schon mit ihm in der Taufe begraben. Jetzt sucht der Geist, jene Begrabung zu nehmen und in deinem Bewußtsein wirksam zu machen, das irdische Bild begrabend und das himmlische erweckend. Deshalb arbeite nur, in seine Ruhe einzugehen! Beseitige Überlegungen! Wirfe alle deine Sorge auf ihn! Erniedrige dich unter der mächtigen Hand Gottes. Genügend im Tage ist das Übel davon. Du bist in einen Tag frisches Beginnens gebracht und die Kraft des Geistes ist mit dir als nie vorher. Gib ihm alle deine Gedanken im Gebet und schaue das Feuer an, während es alles Holz, Heu und Stoppeln wegverzehrt. Alles wird durch Feuer geprüft. Wann Jahwe dich und deine Verständnisse erschüttert, alles, was bleiben wird, ist das, was wahrlich von ihm ist. -
JBW
ANMERKUNG: Weil meine Muttersprache Englisch ist, habe ich es gern, wenn Deutschsprechende mir sprachliche Änderungen vorschlagen, die mir helfen könnten, diesen Text klärer zu machen.
Gilgal...
eine Siunaus Veröffentlichung
Jeffrey B. White, Autor ![]()
Januar 1999
1. deutsche Ausgabe ![]()
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